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Gedankenblabliblubb

Manchmal hasse ich es. Manchmal hasse ich es so zu sein wie ich bin. Manchmal hasse ich mich für das was ich tue. Manchmal hasse ich mich dafür, dass ich bin wer ich bin. So oft würde ich gern aussteigen. Aussteigen aus meinem Körper. Aus meiner Seele. Einfach ein anderes Leben führen. Mal nicht über jeden Schritt den man tut nachdenken. Sich nicht den Sorgen aller annehmen. Dieses Bedürfnis allen zu helfen einfach ablegen. Einfach mal oberflächlich sein. Nicht für immer. Nur für diese Momente. Diese Momente in denen der Hass über mein Leben größer ist als die Freude. Den Wunsch, geschehene Dinge zu vergessen darf ich nicht äußern. Direkt kommen kluge Ratschläge. Ich weiß, dass man nicht in der Vergangenheit leben soll. Ich weiß, dass man die Dinge nicht mehr ändern kann. Ich weiß, dass ich durch diese Dinge zu der geworden bin die ich heute bin. Ich weiß das alles. Aber darf ich nicht trotzdem manchmal diesen Wunsch haben? Darf ich mir nicht manchmal wünschen eine etwas unkompliziertere Kindheit und Jugend gehabt zu haben? Darf ich mir nicht wünschen mit den normalen Problemen des Alltags kämpfen zu müssen? Warum nicht? Wenn ich mir den Kopf stoße darf es mir für den Moment doch auch weh tun. Warum darf es mir in Momenten in denen ich traurig über meine Vergangenheit bin nicht ebenso weh tun? Das ist doch das gleiche, nur etwas anders. Nur weil ich mir manchmal wünsche, dass alles anders gelaufen wäre, heißt es nicht, dass ich allgemein unzufrieden bin. Ich liebe mein Leben. Manchmal fällt es mir nur schwer mir das zu sagen.

Ich will raus. Raus aus diesem immer wiederkehrenden Kreis. Ich liebe mein Leben. Ich liebe es so zu sein wie ich bin. Ich liebe es, dass ich zu der Person geworden bin die ich jetzt bin. Trotzdem will ich manchmal einfach nur weg. Wie jetzt zum Beispiel. Einfach weg. Ganz weit weg. Und schon würden wieder kluge Ratschläge kommen. Ich kann nicht vor meinen Problemen weglaufen? Tatsächlich? Was wäre denn wenn das gar nicht mein Ziel wäre? Wer sagt, dass ich wegrennen will? Wenn ich das wirklich wollte hätte ich es schon längst gemacht. Wenn ich meine Probleme jetzt als Matheaufgabe bezeichne in der ich mich total festgefahren habe. Die Lösung ist so nahe aber ich sitze seit Stunden an meinem Schreibtisch und stehe immer wieder vor dem gleichen Problem. Was würde man mir dann raten? Mach doch mal eine Pause. Geh eine Runde spazieren. Oder nimm dir die Aufgabe und mach sie woanders. Setz dich beim Bäcker rein und fang nochmal an.

Nun beziehe ich es wieder auf mein Problem. Seit Wochen sind es die gleichen Abläufe. Ich weiß genau was das Problem ist und kenne eigentlich auch den Lösungsweg. Es klappt nur leider nicht. Warum würde man es jetzt als Flucht bezeichnen wenn ich sage, dass ich einfach mal raus muss?

In der Gesellschaft darf man nicht gegen den Strom schwimmen. Mir muss das helfen was jedem anderen auch hilft. Wie traurig diese Meinung ist. Unabhängigkeit ist kaum noch zu erreichen.

In mir geht gerade so viel vor. Ich bin unglaublich dankbar für so vieles. Es gibt so viele gute Dinge an die ich jetzt denken könnte. Aber doch überwiegt gerade die Unzufriedenheit. Am liebsten würde ich es allen erzählen. Einfach sagen wie es mir geht. Sagen, dass es mir gerade sehr schwer fällt alleine zu sein. Sagen, dass ich mich am liebsten in einer Schulter vergraben und gehalten werden möchte. Aber da mischt sich meine andere Seite wieder ein. Du kannst doch niemandem zur Last fallen. Du bist schon die ganzen letzten Wochen nicht gut drauf, da kannst du nicht jetzt schon wieder mit so was ankommen. Es ist Freitagabend, deine Leute haben besseres zu tun. Und da ist er wieder. Der Wunsch oberflächlich zu sein. Wie vielen Leuten ist es völlig egal wie es dir gerade geht? Wie vielen Leuten ist es völlig egal ob du gerade was besseres zu tun hast? Wenn es irgendwo drückt muss es raus. Das sage ich immer. Es selber anzuwenden scheint unmöglich.

5.2.16 20:40
 


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